Update Hamburg: dezentrale Infrastruktur steht!

Gute Nachrichten vom Protest gegen den G20 in Hamburg: die für den Protest nötige Infrastruktur ist da. Zwar versucht die Polizei weiterhin Camps zu verhindern, aber durch den Fokus auf ihre Schikanen und Angriffe ist viel zu sehr aus dem Blick geraten, was bisher alles sehr erfolgreich läuft. Dieser Überblick soll eine Orientierung zur dezentralen Infrastruktur in Hamburg geben und alle motivieren, hier her zu kommen. Wer nach Hamburg fährt, ist trotz viel Tatütata wunderbar aufgehoben. Denn die Lage ist viel besser, als sie in den News der letzten Tage erscheint!

Schlafen
Es gibt derzeit kein zentrales Camp. Das heißt aber nicht, dass es keine Schlafplätze gäbe. Stattdessen gibt es kleinere Campingmöglichkeiten, private Unterkünfte und immer mehr Orte, die auch für viele Menschen Raum geben, wie zum Beispiel das Schauspielhaus. Wer nach Hamburg kommt und nicht auf der Straße schlafen will, wird über die gut funktionierende Schlafplatzbörse definitiv einen Schlafplatz finden! Sie ist über folgende Telefonnummern erreichbar: 01639273427 und 01746204211 (updates dazu auch über #schlaflos_in_hh). Zudem findet sich an jedem Infopunkt die Möglichkeit mit der Schlafplatzbörse in Kontakt zu kommen.

Lageplan
Es gibt viele gute Stadtpläne und Aktionskarten, die von den lokalen Strukturen gestellt werden. In allen Karten finden sich die Orte linker Infrastruktur markiert. Eine gute online-Karte bietet zum Beispiel diese hier.
Vor Ort gibt es auch eine informative Aktionskarte zur “Welcome to hell”-Demo morgen, die auf ihrer Rückseite eine Übersicht der Infopunkte und Rückzugsräume bietet. Auf den Karten sind zudem die Telefonnummern des EA und der Sanis angegeben. Es lohnt sich einen der Infopunkte aufzusuchen und sich dort die Karten abzugreifen.

Infopunkte
Über verschiedene Stadtviertel verteilt finden sich gut funktionierende Infostrukturen. Neben den üblichen großen Orten wie der Roten Flora, dem Centro Sociale oder dem Uni-Campus finden sich auch viele kleinere Punkte. An fast allen Punkten gibt es Computer und über Leinwände Info-Ticker. Zudem gibt es dort Infos und Karten auf Papier, meistens warme und kalte Getränke und Essen. Die Orte sind gut besucht, denn die Stadt ist bereits voll mit Aktivist*innen. Egal wo ihr letztlich also schlaft und aktiv seid, ein Infopunkt ist meistens nicht weit. Ihr findet online hier eine Adressenübersicht zur Infrastruktur. Darunter sind auch exklusive Rückzugsorte von und für FLTI*.

Essen
Mehrere Aktionsküchen sind nach Hamburg gekommen und kochen was das Zeug hält. Das Essen wird entweder zu den Info- und Rückzugsorten gefahren und/oder zu Blockaden und Versammlungen auf der Straße. Insgesamt wird permanent für mehrere tausend Leute gekocht, es bleibt niemand hungrig.

Ticker und Medien
Es gibt verschiedene Ticker, von der taz über das unabhängige Medienzentrum FC⚡MC (#) zum offenen Allerlei auf #nog20. Wer keinen Bock auf Internet hat, findet diese Infos auch in den lokalen freien Radios (FSK), die in den Infopunkten und manchen Kiosken/Bars der Stadt abgespielt werden.

Lasst euch von den alarmistischen Beiträgen auf Twitter und in der Presse nicht irritieren: Die lokale Szene ist gut aufgestellt, die Stimmung ist gut, die Stadt ist voll mit sympathischen linksradikalen Menschen. Die gestellte Infrastruktur ist sehr stabil und auf viele Menschen vorbereitet. Wer nach Hamburg kommt, wird nicht alleine sein, die dezentralen Strukturen heißen alle Willkommen.

Kommt vorbei!

Kontakte und Infos zu Antirep und Aktionen findet ihr zum Beispiel in diesem Übersichtsartikel auf linksunten.